Jahresrückblick 2025- Was für ein tolles Jahr!

07.01.2026

Das Jahr 2025 ist zu Ende. Zeit um Resümee zu ziehen. Meine Ziele die ich mir selber insgeheim für 2025 gesteckt hatte waren ziemlich hoch. Ich wollte weiterhin eine ordentliche Ausbildungsarbeit mit beiden Pferden machen. Noch mehr Verständnis bekommen, was es braucht um Laser ordentlich und gleichmäßig am Laufen zu halten um dann eventuell vielleicht wieder einen Buschlehrgang reiten zu können und vielleicht auch wieder mal Turnierluft schnuppern zu können. Zudem wollte ich mein persönliches Zeitmanagement oder modern ausgedrückt die Work Life Balance verbessern und zusätzlich ein paar Tage in den Urlaub fahren. Auch das ist ein sehr wichtiges Thema für mich als Selbstversorger meiner Pferde.

Ich habe 2025 meine Hausaufgaben wirklich gut erledigt. Ich konnte beide Pferde gut weiter fördern. Mit Laser sind mir Dinge gelungen über die ich vor zwei Jahren nicht mal zu träumen gewagt habe. Endlich kriegen wir ihre extreme Schiefe schön langsam weg. Madame lernt langsam ihren Körper und vor allem ihren Rücken einzusetzen. Natürlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und es ist auch noch Luft nach oben, aber so zwischendurch schaut das wirklich schon ordentlich aus. Das Alles hat sich so positiv ausgewirkt, dass ich heuer wirklich den Mut gefasst habe wieder loszuziehen. Wir waren auf 3 Buschlehrgänge, auf 5 Springturnieren, 1 Dressurübungsturnier und ich habe mir meinen langgehegten heimlichen Traum erfüllt und bin das erste Mal ein Vielseitigkeitsturnier gestartet. Sicher das Highlight der Saison für mich, neben dem Sieg in einem kleinen Idealzeitspringen und den zahlreichen schönen Runden, die wir in den anderen Bewerben sowie in vielen Trainings bei meiner Trainerin aber auch im Pferdezentrum das eine oder andere Mal drehen konnten. Mit dem "neuen" Springsattel läuft es momentan im Training einfach nur unglaublich und wir konnten die erste Tage im neuen Jahr nutzen und auf einem Indoorgeländelehrgang dem Winter etwas trotzen. Diese Stute überrascht mich derzeit jede Trainingseinheit aufs Neue damit, was sie alles leisten kann. Aus dem ängstlichen kleinen Pferdchen wird im Moment ein selbstbewusstes und wunderschönes Sportpferd. Auch in der Dressur hat Madame wirklich Fortschritte gemacht im Herbst. Ich hatte das erste Mal so richtig das Gefühl, dass auch der Dressursattel gut liegt. In den nächsten Wochen soll der Fokus wieder verstärkt in der Dressurarbeit liegen. Wir haben derzeit sehr winterliche Bedingungen die ein Reiten am Reitplatz gar nicht oder nur eingeschränkt möglich machen. Daher müssen wir wohl jetzt erstmal das Springtraining kurz etwas einschränken wie jeden Winter und werden uns vermehrt der Dressur widmen die wir auch in der kleinen Halle machen können.

Auch Bobbys Ausbildung hat mich heuer sehr gefordert. Leider war auch die zweite Reitbeteiligung Anfang des Jahres nur von kurzer Dauer und hat mir aufgezeigt, dass Bobby viel sensibler ist als man in erster Linie annimmt. Ein großes Ziel für das Jahr 2026 ist es daher noch besser auf ihn einzugehen. Bei Laser habe ich mittlerweile halbwegs gelernt welche Knöpfe es braucht, damit es ihr gut geht. Bei Bobby muss ich das in den nächsten Monaten und Jahren auch lernen. Das wird eine große Herausforderung, weil das Thema Zeitmanagement, ein Thema das mich ja ohnehin ständig begleitet, nach wie vor in manchen Phasen eine große Herausforderung ist. Im Großteil des Jahres läuft es ganz passabel, aber gerade die letzten Wochen haben mir wieder aufgezeigt, dass es sobald es stressig wird im Brotjob und ich Überstunden machen muss, einfach schwierig wird beiden Pferden sowie dem Hund ordentlich gerecht zu werden. Und dann liegt der verbleibende Fokus auf Laser und Bobby kommt definitiv eine Zeit lang zu kurz. Natürlich wäre es schön Unterstützung zu bekommen. Aber die Person die sich um ihn kümmert, muss zu ihm passen. Bobby sucht sich sozusagen seinen Reiter selber aus. Ich bin nicht aktiv auf Suche nach weiteren Reitbeteiligungen. Ich werde ihn erstmal selber weiterarbeiten so gut es meine Zeitressourcen zulassen. Im größten Teil des Jahres funktioniert dies gut und ich denke die paar Wochen wo es weniger gut funktioniert muss man mit dem Kompromiss leben, dass er in dieser Zeit einfach etwas mehr Freizeit hat. Ich möchte auch bei ihm in nächster Zeit viel an der Balance und an seinem Körpergefühl arbeiten. Dinge die ich auch mit Laser in den letzten Monaten stark gemacht habe. In der wärmeren Jahreszeit möchte ich, sofern es mein Zeitmanagement hergibt vielleicht auch das eine oder andere Mal mit ihm in den Verein runter fahren. Ich würde ihn auch gerne mal zusammen mit Laser mitnehmen zum Training bei meiner Trainerin um dort mit ihm eine kurze Einheit zu reiten. Ich bin aber noch unsicher mit dem alleinigen Handling von 2 Pferden im Hänger. Vielleicht lässt sich meine Trainerin wieder zu uns auf die Anlage bzw zu mir nach Hause holen. All diese Dinge schweben mir im Kopf herum, damit auch er wieder etwas mehr raus kommt. Das Training zu Hause auf Dauer eintönig und auch er soll die Chance bekommen seinen Horizont etwas zu erweitern. Ich möchte allerdings erst in der warmen Jahreszeit losstarten. Der Winter ist dafür nicht unbedingt die motivierende und geeignete Jahreszeit solche Experimente anzustellen, zumal Bobby genauso wie Laser im Moment ängstlich ist und gerade in der Dunkelheit viele Gespenster sieht. Auch er muss daher in nächster Zeit lernen Sicherheit und Vertrauen zu bekommen. Dafür brauchts aber Zeit, Geduld und einen ruhigen Kopf und keinen Stress.

Mein Zeitmanagement- immer wieder ein herausforderndes Thema

Auch 2025 war es ab Mitte November wieder sehr schwierig allem gerecht zu werden. Da ist einfach so viel los in der Arbeit, sodass ich Überstunden machen muss und viel auf Außen- dienst unterwegs bin. Den Spagat zwischen einen guten Job machen, zu Hause in der Landwirtschaft auch noch genügend Augenmerk auf das Wesentliche zu haben, die Pferde versorgen und auch noch sinnvoll zu trainieren, den Hund halbwegs auszulasten und dann noch die ganzen Weihnachtsvorbereitungen zu schaffen und dabei nicht selber vor die Hunde zu gehen, krieg ich nach wie vor nicht zufriedenstellend hin. Ich habe mir in den letzten Wochen buchstäblich in allen Bereichen den Arsch so richtig aufgerissen. Meine Tage waren in den letzten Wochen voll von 6 Uhr morgens bis oft nach 20 Uhr abends. Das funktioniert eine Zeit lang, aber irgendwann kommt der Punkt an dem man sich ausgebrannt fühlt. Und das habe ich 2025 ordentlich gemerkt. Ich bin keine 20 Jahre mehr alt. Auch ich brauche Regeneration. Anfang Dezember konnte ich mit meiner Schwester und meinen Nichten ein paar Tage Auszeit nehmen und nach Stockholm fliegen. Mein Mann und meine Ponybereiterin haben zu Hause die Pferde versorgt. Es hat zu Hause alles funktioniert und ich konnte 4 Tage mal etwas ausspannen und etwas zur Ruhe kommen. Natürlich geht die Arbeit zu Hause sofort wieder los, wenn man zurück kommt. Trotzdem habe ich die positive und ruhige Stimmung vom Urlaub noch etwas im Hinterkopf. Ich glaube ich muss mich damit anfreunden, dass es immer mal wieder Zeiten geben wird, in denen ich Troubles habe alles unter einen Hut zu kriegen, weil ich mir einfach viel aufhalse und es nach wie vor nicht schaffe mal zweitweise was hinten zu lassen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. In diesen Zeiten hadere ich dann oft, dass es mit der Reitbeteiligung wie ursprünglich gedacht nicht funktioniert hat und ich beide Pferde machen muss. Ich motiviere mich dann wieder damit welch ein Glückspilz ich doch bin zwei so tolle Pferde zu haben und mit ihnen arbeiten zu dürfen. Eigentlich ein sehr großes Privileg, auch wenns manchmal eine ordentliche Last ist.

Meine Ziele für 2026 sind mit Laser sportlich wieder etwas unterwegs zu sein und die guten Trainingsleistungen auszukosten. Mit Bobby möchte ich 2026 noch mehr zusammenwachsen und mir bewusst für ihn auch Zeit nehmen und mehr auf ihn einzugehen. Außerdem möchte ich weiterhin versuchen meine Work Life Balance zu verbessern. Regelmäßige Auszeiten von der Arbeit nehmen aber auch ab und zu kurze Auszeiten von den Pferden und der Reiterei. Das brauche ich manchmal wirklich auch wenn es mir an 350 Tagen im Jahr wirklich Spaß macht.