Zufrieden so wie es ist
Laser ist sehr gut durch den heurigen Winter gekommen auch wenn es mit der sehr langen Hallenreitzeit heuer gar nicht einfach war. Positiv war, dass ich heuer aufgrund des schneearmen Winters regelmässig zu unserer Trainerin fahren konnte, weil ihr Reitplatz nahezu immer bereitbar war.

Wir konnten den heurigen Winter daher gut ausnutzen um uns zumindest dressurmässig weiterzubilden. Mit dressurmässiger Stangen- und Cavaletti Arbeit hatten wir bei unserer Trainerin eine willkommene Abwechslung zum tristen Winter Alltag. Auch Ausreiten konnte ich diesen Winter nahezu jede Woche weil es selten glatt war. Den Rest der Zeit haben wir mit Reiten in der kleinen Halle sowie mit Longenarbeit zu Hause verbracht. Ziel war es den Stand so halbwegs zu halten. Ich würde sagen, dass ist uns ganz gut gelungen. In der Dressur gabs wieder ein paar Schritte nach vorne. Anlehnung, Losgelassenheit, Rittigkeit und Schwung werden besser im Rahmen der Möglichkeiten. Um ehrlich zu sein habe ich etwas Lunte gerochen. Es macht durchaus Spaß zwischendurch auch mal wieder eine Dressurtrainingseinheit zu reiten.
Auch wenn man danach vielleicht wieder kurz demotiviert ist, weil nicht alles so hin haut wie man es sich wünscht. Aber von nichts kommt halt nichts und es hat auch im Springen eine Zeit lang gedauert bis wir halbwegs sicher wurden. Und im Grunde profitiert auch das Springen von der verbesserten Balance und Rittigkeit und Kraft aus der Hinterhand. Somit ist die ganze harte Arbeit nicht umsonst. Übertreiben mit der Dressur darf man es bei Laser nicht. Wichtig ist, dass man immer wieder für Laser spannendere Dinge in den Trainingsalltag mit hinein nimmt. Nur Dressurarbeit ist ihr einfach zu anstrengend und langweilig.

Gesprungen sind wir über den Winter wieder wenig obwohl es schon einige Gelegenheiten gegeben hätte. Trotzdem konnten wir jetzt im Frühjahr fast nahtlos dort anschließen wo wir im Herbst waren. Unser Springniveau ist nicht so hoch, das man das nicht relativ schnell wieder hätte. Trotzdem hat es jetzt ein bißchen gedauert bis wir draußen am großen Platz wieder die Feinabstimmung hatten und einen ordentlichen flüssigen Parcoursgalopp mit Hinterhandmotor. Im Moment stehen einige Sprünge vom letzten Springkurs. Die nutze ich im Moment dankend. Ich möchte heuer unbedingt zumindest wieder einen Buschkurs reiten. Vielleicht geht sich auch das eine oder andere kleinere Turnier oder Reitertreffen aus. Es muss nichts großartiges sein und ich muss auch nicht jede Woche unterwegs sein, aber ich möchte trotzdem wieder mal raus. Uns wieder mal schick machen für ein Ereignis. Ich bin guter Dinge dass wenn alles so weiter geht das auch möglich sein wird.
Im Moment bin ich sehr dankbar für die derzeitige Situation. Auch wie wir den Winter psychisch gemeistert haben. Silvester hing uns heuer nicht nach. Ich habe zwar ordentlich Kohle verpulvert mit den ganzen Vorkehrungen und Maßnahmen die ich rund um Silvester getroffen habe, aber es hat gewirkt. Sie war halbwegs stabil über den Winter auch magentechnisch. Das Einzige was uns derzeit etwas beschäftigt sind ihre Atemwege. Dazu gibts aber wahrscheinlich einen Extrabeitrag wenn ich mehr sagen kann. Nur so viel sei gesagt, dass es derzeit wenig Auswirkungen auf unseren generellen Alltag und das Training hat. Wir sind im Moment wirklich an einem Punkt angelangt wo ich sehr zufrieden bin. Die Basis ist da. An der Feinabstimmung arbeiten wir. Olympiasieger werden wir nie werden. Aber zum Spaß haben reicht es allemal und um das geht es im Grunde. Und ich habe mich gerade in den letzten zwei Jahren mit ihr reiterlich extrem weiterentwickeln. Ich finde man lernt nicht von den Selbstläufern sondern von den Pferden denen alles nicht so leicht fällt.
