Frühsommer- Viel Arbeit und neue kleine Projekte am Stall
Im Moment tut sich sehr viel bei mir. Nicht nur die Pferde sind voll in Arbeit sondern auch ich rund um den Stall. Der Frühsommer ist für mich immer die angenehmste und stressfreiste Zeit im Jahr. Im Brotjob ist es ruhiger, auch im Rinderstall haben wir derzeit etwas weniger Arbeit als sonst und es ist lange hell. Somit habe ich viel Zeit und auch viel freien Kopf um mit viel Motivation am Stall und mit den Pferden zu arbeiten und neue Ideen umzusetzen. Auch wenn mich die Hitze im Moment ein bißchen ausbremst und die Tage sehr lang werden, weil es abends lange dauert bevor die Temperaturen so sind, dass man sich gerne aufs Pferd setzt.

Was ist im Moment los in Haus und Hof?
Weide:
Wir haben heuer 4 Weideparzellen, die noch dazu sehr groß sind. Anfangs dachte ich: Oh Gott wer soll das fressen? Aber dadurch, dass wir so ein trockenes Frühjahr hatten, und ich heuer noch etwas früher begonnen haben anzuwenden, kommen die Pferde gut voran mit dem Fressen des ersten Aufwuchses. Wir haben heuer Gott sei Dank auch weniger Bremsen, daher sind die Pferde selbst jetzt bei der Hitze auch tagsüber immer mal wieder am Gras. Die Heuraufe konnte ich so die letzen Tage mal entleeren und komplett auskehren. Sie steht im Moment leer. Wir sind jetzt am Ende der letzten Parzelle vom ersten Aufwuchs. Demnächst gehts in die zweite Runde. Durch die Trockenheit haben die ersten 2 Parzellen die sonst etwas kritisch wären bei Nässe, gar keinen nassen Weidetag mitmachen müssen. Lediglich die letzte Parzelle hat es vor 14 Tagen jetzt etwas mitgenommen weil es die letzten 3-4 Wochen jetzt doch endlich sehr ordentlich geregnet hat Die vierte Parzelle auf der wir jetzt sind ist vom letzten Herbst noch mitgenommen. Der war zum Ende der Weidesaison ebenfalls extrem nass.
Heu Ernte
Unsere eigenen Heuernte haben wir heuer bereits Ende Mai abgeschlossen wie in einem eigenen Beitrag geschrieben. Die Qualität ist Top, die Ballen sind super trocken, es gibt keine Nacherwärmung. Nur die Menge war aufgrund der Trockenheit im Frühjahr und des doch eher frühen Mähzeitpunktes etwas zu wenig. Wir haben daher vor ein paar Tagen von unserem Nachbarn noch 7 Heuballen von seiner Ernte, die er jetzt gemacht hat bekommen. Es sieht ganz brauchbar aus. Auf alle Fälle ist es ordentlich trocken. Dafür ist das Wetter im Moment perfekt. Ich muss mich also nicht auf den Winter fürchten.
Stall Reinigung
In den letzten Tagen habe ich auch in den Boxen und im Lager wieder mal ordentlich gefegt und die Boxen komplett entmistet und auch die Gummimatten mit dem Schlauch abgespritzt um den Untergrund mal wirklich ordentlich sauber zu bekommen, bzw um einfach mal den ganzen Staub zu entfernen. Dabei war ich regelrecht geschockt, über das Ausmass des Staubes. Eigentlich ist mein Stall neu und halbwegs gepflegt und dennoch hat sich wohl gerade in den letzten Wochen aufgrund einer sehr staubigen Einstreu ordentlich Staub breit gemacht, obwohl es am ersten Blick gar nicht so ersichtlich war. Die Pferde danken die bessere Luftqualität auf alle Fälle. Wir hatten die letzten Wochen eben sehr staubige Einstreu, die auch dafür gesorgt hat, dass beide Pferde gehustet haben. Jetzt scheint das Ganze überstanden zu sein. Die Einstreu ist wieder staubärmer. Wir beziehen unsere Einstreu von einem lokalen Zimmereibetrieb. Größtenteils sind es Hobelspäne die wirklich sehr staubarm sind. Leider waren eben bei den letzten 2 Ladungen auch mehrere Bigpacks mit sehr feinem Sägemehl dabei. Problem ist, dass ich alles abnehmen muss und nicht sagen kann, ich will aber nur die Hobelspäne. Da muss ich mir in Zukunft wohl was einfallen lassen, was wir stattdessen mit dem feinen Sägemehl machen, den einstreuen sollte ich das Zeug nicht mehr. Es haben jetzt eben beide Pferde mit Husten drauf reagiert. Kein Wunder bei dem enormen Staub der sich damit im ganzen Stalltrakt ausgebreitet hat. Das wird einem aber erst irgendwann bewusst, wenn man dann eh schon alle Steine drei mal umgedreht hat und sich wundert warum sie immer noch husten.
Unkraut entfernen - Kräuter trocknen
Nachdem es jetzt die letzten 4 Wochen doch immer wieder und zum Teil recht ergiebig geregnet hat sprießt und wächst gerade alles ordentlich. Leider auch das Unkraut. Gerade auf meinen Weiden dort wo eben durch die Nässe Trittschäden entstanden sind hatte ich sehr viel Ampfer den ich die letzten Tage entfernt habe damit er nicht aussamen kann. Auch meine Sträucher und mein kleiner Garten werden gerade regelmässig vom Unkraut zugewuchert. Da gilt es spätestens alle 14 Tage auszujäten.
Manche Unkräuter sind durchaus brauchbar. Meine Pferde freuen sich im Winter sehr über getrocknete Brennnessel und andere Kräuter und Blätter. Da wir ohnehin genug Brennnessel haben mähe ich diese jetzt auch ab und trockne sie für den Winter. Damit sind sie weg und die Pferde freuen sich im Winter darauf—> Win- Win. Lediglich ich freue mich nicht, weil ich es noch nie geschafft habe Brennesel zu schneiden ohne mich irgendwo zu verbrennen. Aber was tut man nicht alles für die lieben Pferde. Aber es härtet ab. Neben Brennnessel trockne ich auch gerade viele Blüten und Kräuter die ich für Leber und Nierenkuren brauchen kann oder die eben einfach nur als kleiner Sommergruß im Winter übers Futter kommen. Vieles wächst vor der Haustüre und jetzt ist der beste Zeitpunkt zur Ernte.
Vernebelungsanlage:
Ich teste gerade eine billige Vernebelungseinheit von einem großen Schlauch- und Bewässerungssystemhersteller aus dem Baumarkt. Diese haben wir im Vordachbereich montiert. Es ist sehr angenehm wenn sie läuft, während ich in der Mittagspause ausmiste. Auch die Pferde stellen sich gerne drunter. Nicht zufrieden bin ich mit der Steuerung. Diese war im Set dabei. Leider gibt es zu wenige Intervallmöglichkeiten. Bin ich am Stall arbeiten schalte ich daher oft auf Dauerbetrieb. Dann merkt man wirklich, dass die Luft rund um den Stall etwas kühler ist. Auch die Insekten halten sich dadurch gut vom Stallbereich fern. Leider waren bereits 3 der 6 montierten Düsen schon verstopft. Ich habe sie auseinander genommen und dann wieder zusammengesetzt und im Moment funktionieren sie wieder. Aber ob sie im Dauerbetrieb durchhalten, dass wage ich leider zu bezweifeln. Mal schauen wie es weitergeht. Ich bin im Moment jedenfalls sehr froh über das Ding und sowas hat durchaus Potential. Es ists nur die Frage ob die Qualität ausreichend ist und welche Alternativhersteller es dafür gibt, wo man vielleicht bessere Qualität bekommt und eine besser Steuerung die individuellere Intervalle zulässt.
Garten- Neues Dekoelement aus Lasers alten Hufeisen
Ich hatte noch alte Eisen von Laser herumliegen, aus der Zeit als sie noch vorne beschlagen war, und habe meinen Mann beauftragt damit eine Hufeisenblume zu schweißen. Diese ziert nun meinen Garten. Ein Projekt, dass ich auch schon lange im Kopf habe, aber irgendwie hat es noch nicht gepasst, bis jetzt. Sie steckt jetzt zwischen dem Lavendel und den Himbeeren. Ende Juni ist auch Zeit um die ersten Früchte zu verwerten. Die Johannisbeeren sind reif und auch die Himbeeren beginnen reif zu werden und auch mein Lavendel am Stall blüht. Aus dem Lavendel mache ich einen Sirup, den ich echt liebe. Die Johannisbeeren habe ich auch entsaftet obwohl die Menge gering war. Leider sind viele Beeren im Schüttregen abgefallen und meine Sträucher noch relativ jung und klein. Von daher war die geerntete Menge eher überschaubar.
Kücken
Wir haben seit 3 Jahren heuer das erste Mal wieder Hühnerkücken ausgebrütet mit unserem kleinen Brutapparat. Es war ein voller Erfolg. Von 12 Eiern schlüpften 12 Kücken. Leider ist dann an Tag 2 das letztgeschlüpfte verstorben. Er hat sehr lange gebraucht um aus dem Ei zu kommen und war irgendwie nicht richtig fit. Leider. Trotzdem ist das eine sehr gute Schlüpfquote. 100 Prozent hat man kaum. Es ist einfach faszinierend den kleinen Flauschbällchen in den ersten Tagen zuzuschauen. Das fröhliche Gewusel und Gepiepse fasziniert mich immer wieder.
3 Jahre ohne Marla, 2 Jahre mit Diego
Jetzt ist es ziemlich genau 3 Jahre her seit ich meine große Schweizer Hündin Marla gehen lassen mussten. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Ein Jahr danach ist Diego eingezogen. Der ist nun seit 2 Jahren auf dem Hof und vertritt Marla würdig, auch wenn er ein komplett anderer Typ Hund ist, was auch gut ist weil man dadurch weniger Vergleiche zieht.










