Start in die neue Saison
Laser und ich sind ganz gut über den Winter gekommen; so gut man halt über den Winter kommen kann. Es war auch heuer leider wieder ein ausgeprägter Hallenwinter. Schnee und sehr viel Glatteis haben dafür gesorgt, dass wir fast 2 Monate lang unser Haupttraining in der kleinen Halle im Reitverein abhalten mussten. Sogar das Ausreiten war leider einige Wochen gar nicht möglich, weil es einfach zu glatt war. Auch der Hackschnitzelplatz zu Hause war eine Zeit lang kaum benutzbar. Da wird es dann ganz schön schwierig wirklich abwechslungsreich und sinnvoll zu arbeiten. Umso froher bin ich, dass jetzt seit einigen Wochen wieder alles möglich ist.

Wieder überall Routine kriegen
Nach der Hallensaison hieß es jetzt erstmal wieder nach draussen und größere Linien reiten. Wieder mehr ins Vorwärts kommen, was uns gerade in der kleinen Halle noch enorm schwer fällt. Die Kraft um auf so kleinen Linien ordentlich Zug zu haben fehlt noch etwas, und wahrscheinlich auch die Motivation. Obwohl ich es heuer sogar 2-3 mal geschafft habe etwas Springgymnastik aufzubauen in der kleinen Halle fehlt dennoch in der Halle der Zug nach vorne. Und ohne Zug nach vorne geht weder im Springen noch in der Dressur sonderlich viel. Darum tun wir uns in der Hallenzeit nach wie vor schwer und können da auf keine großen Fortschritte hoffen. Zwischendurch bin ich zwei mal in großen Hallen geritten bei Kursen. Das war durchaus eine willkommene Abwechslung wo dann eben mehr Zug nach vorne kam. Das darf also nächsten Winter gerne wiederholt werden. Wenn nicht alles so weit zu fahren wäre dann würde man das wohl regelmässiger machen.
Osteo- Faszienbehandlung
Ich habe bereits letzten Herbst einen neuen Osteopathen bzw Physio für Laser geholt, weil unsere bisherige Dienstleisterin leider keine Kapazitäten mehr hatte. Die Behandlung und die Hausaufgaben die er uns gegeben hat, haben sehr gut gewirkt. Und vor allem seine Erklärungen und seine Blickschulung haben mir sehr weitergeholfen. Trotz des schwierigen Winters haben wir es geschafft die Hinterhand ganz gut zu stabilisieren und zu bemuskeln. Mitte März hatte ich ihn zum Folgetermin geholt und er hat die gute Entwicklung sehr gelobt. Jetzt heißt es ran an die Schulter und das Brustbein. Nachdem hinten relativ stabil geworden ist, liegt das Augenmerk der nächsten Wochen und Monate darauf im Schultergürtel und im vorderen Rücken Kraft, Stabilität und Beweglichkeit zu bekommen. Ziel wäre es, dass Laser endlich schafft besser über den Rücken zu laufen und somit besser ins Schwingen zu kommen. Diese Aufgabe wird uns die nächsten Wochen und Monate also begleiten. Es tut unglaublich gut eine kompetente Person bei der Hand zu haben, die einem auch zeigt wie man das ganze sinnvoll löst. Novafon und Equimag sind zur Hand, aber oft braucht es nur an den entscheidenden Stellen ein paar Kleinigkeiten und schon löst sich alles auf. Ich habe mir in der Vergangenheit immer schwer getan weil Lasers Muskulatur insgesamt lange sehr verspannt war und ich nie wusste wo eigentlich der Ursprung ist. Es war mir immer unklar, wo ich lösen muss und wie. Die letzten 2 Jahre kann man sagen habe ich das jetzt langsam Schritt für Schritt aufgelöst durch gezieltes Reiten und Trainieren und eben durch die richtigen Übungen und Massagen an den gezielten Stellen. Ich sehe durchaus im Moment Licht am Ende des Tunnels. Wir kriegen sie langsam wieder so hin wie es sich für ein Reitpferd gehört.

Pläne für heuer
Auch heuer möchte ich uns wieder in allen drei Disziplinen weiterentwickeln und auch wieder das eine oder andere Turnier starten und den einen oder anderen Lehrgang mitnehmen. Aber was ich heuer auch im Geländespringen lieber machen würde ist Einzeltraining in denen wir wirklich gezielt arbeiten. Das funktioniert bislang im Springen und in der Dressur und auf der kleinen Geländewiese bei meiner Trainerin schon gut. Mal schauen ob sich nicht ab und zu auch ein Einzeltraining auf einem ordentlichen Geländeplatz machen lässt. Da ist schon gut was zu tun, wenn man sowohl Springen, Dressur als auch Gelände wettkampfmässig reiten will, auch wenns nur auf kleinem Niveau ist. Aber es fühlt sich derzeit alles noch besser an als noch letzten Herbst, muss sich aber wahrscheinlich jetzt über die Saison noch festigen. Aber die letzten Trainings lassen doch einiges an Fortschritt erkennen sowohl beim Springen als auch in der Dressur. Selber muss ich das Ganze auch noch verdauen und wieder viel mehr mit "Kopf" reiten. Der Winter war auch heuer wieder stressig im Brotjob mit vielen Überstunden und anderen Dingen. Wenn die Trainingsmöglichkeiten dann auch noch eingeschränkt sind ist man manchmal nicht so motiviert beim Reiten. Geht auch in diesen Situationen nicht anders und ist auch mal okay, man kann nicht ständig auf 100 Prozent sein.
Keine perfekten Trainingsbedingungen
Im Moment macht mir unser Reitverein, auf den ich angewiesen bin, weil ich dort mein tägliches Training abhalte, nachdem ich keinen eigenen Reitplatz habe, ziemlich zu schaffen. Wir hätten eigentlich einen tollen sehr großen Außenplatz auf den man toll sowohl Springen als auch Dressur reiten könnte und dass sogar gleichzeitig weil er so groß ist, dass man leicht einen Springparcour sowie ein Dressurviereck gleichzeitig unterbringen würde. Leider ist der Verein aber so inaktiv dass sich dort trainingsmäßig so gut wie gar nichts tut. Bestrebungen irgendwas zu ändern werden sofort im Keim erstickt, bzw alles so tot geregelt, dass es einfach uninteressant wird individuell was zu machen. Ich bin daher im Moment sehr frustriert über die Situation. Will ich ordentliches Training reiten muss ich also immer verladen und wegfahren. Das kostet nicht nur viel Zeit sondern auch einiges an Geld. Im Moment bin ich stark am grübeln wie ich diesen Zustand langfristig ändern kann und mir das Leben etwas leichter machen kann.

